"Freiheit und Verantwortung machen das Wesen der marktwirtschaftlichen Ordnung aus. Sie haben in der Vergangenheit die Kräfte und Energien freigesetzt, aus denen der deutsche Wiederaufbau ermöglicht wurde. Sie müssen auch für die Zukunft unser Handeln bestimmen.
In Würdigung der Unternehmer und Arbeitnehmer, der Wissenschaftler, der freien Berufe und der deutschen Politiker, die in den Jahrzehnten der Nachkriegszeit von dieser Freiheit einen verantwortungvollen Gebrauch gemacht und dazu beigetragen haben, dass die Bundesrepublik Deutschland zu einem in sich gefestigten Staatswesen mit einer hohen sozialen Leistungsfähigkeit werden konnte, und im Hinblick auf die Verpflichtung, diese freiheitliche Grundordnung auch für die Zukunft wirksam zu erhalten, stifte ich die Ludwig-Erhard-Medaille für Verdienste um die Soziale Marktwirtschaft.
Sie soll Männern und Frauen verliehen werden, die sich durch beispielhafte Leistungen für das Gesamtwohl und den Bestand und die Fortentwicklung der Sozialen Marktwirtschaft und der sie tragenden Prinzipien besonders verdient gemacht haben.
Die Gremien der Ludwig-Erhard-Stiftung entscheiden in der Regel jährlich, welche Persönlichkeiten mit der Ludwig-Erhard-Medaille ausgezeichnet werden sollen."

Bonn, den 15. April 1975
| 1976 | Prof. Dr. Alfred Müller-Armack, Köln |
| 1977 | Prof. Dr. Reinhard Kamitz, Wien |
| 1978 | Prof. Dr. Erich Welter, Frankfurt/Main |
| 1983 | Heinz Nixdorf, Paderborn |
| 1984 | Dr. Ludger Westrick, Bonn |
| 1990 | Dr. Gerd Bucerius, Hamburg |
| 1994 | Dr. h.c. Birgit Breuel, Berlin |
| 1995 | Dr. h.c. Tyll Necker, Köln |
| 1996 | Dr. h.c. Hermann Rappe, Hannover |
| 1998 | Dr. Otto Graf Lambsdorff, Bonn |
| 1999 | Dr. Gerhard Stoltenberg, Bonn |
| 2000 | Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans Tietmeyer, Frankfurt/Main |
| 2004 | Prof. Dr. h.c. Reinhold Würth, Künzelsau |
| 2007 | Prof. Dr. Dr. h.c. Paul Kirchhof, Heidelberg |