Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik

Präambel

Die Soziale Marktwirtschaft, die Ludwig Erhard begründet hat, verlangt Öffentlichkeit und Akzeptanz. Ihr Bestand und ihre Effektivität hängen nicht nur von politischen Entscheidungen ab. Nur solange die Bürger unseres Staates diese Wirtschaftsordnung als wesentlichen Teil ihrer freiheitlichen Staats- und Gesellschaftsverfassung begreifen, wird die Idee der Sozialen Marktwirtschaft lebendig bleiben.

Die Stiftung hat deshalb ein besonderes Interesse daran, dass Themen, die für die Erhaltung, Erneuerung und Entfaltung der Sozialen Marktwirtschaft wichtig sind, publizistisch, wissenschaftlich und in den Medien intensiv behandelt werden.

Um in diesem Sinne Information und Diskussion über die Soziale Marktwirtschaft zu fördern, verleiht die Stiftung den Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik (Preisträger) sowie den Ludwig-Erhard-Förderpreis für Wirtschaftspublizistik (Förderpreisträger).

§ 1 Inhaltliche und formale Voraussetzungen

Der Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik kann in Höhe von je 10.000,00 € jährlich an zwei Journalisten, Wissenschaftler oder Angehörige anderer Berufe vergeben werden, die nach der Entscheidung der Jury die Voraussetzungen für die Verleihung erfüllen.

Der Ludwig-Erhard-Förderpreis für Wirtschaftspublizistik ist für Journalisten, Wissenschaftler und Angehörige anderer Berufe bestimmt, die jünger als 35 Jahre sind. Das Preisgeld beträgt 5.000,00 €. Die Jury kann bis zu drei Preisträger auszeichnen.

Ausgezeichnet werden Artikel aus Tageszeitungen, Wochenzeitungen, Zeitschriften, Sendungen des Hörfunks und des Fernsehens sowie Arbeiten der wissenschaftlichen Publizistik, die sich beschreibend, analysierend oder kommentierend mit Themen der Wirtschaft, der Wirtschaftsordnung oder der Wirtschaftspolitik unter ordnungspolitischen Vorzeichen befassen.

Die Jury kann ihre Entscheidungen auch aufgrund von Ausschreibungen, Selbstbewerbungen oder Anregungen Dritter treffen.

§ 2 Organe

  1. Der Vorstand der Ludwig-Erhard-Stiftung e.V.
  2. Die Mitgliederversammlung der Ludwig-Erhard-Stiftung e.V.
  3. Die Jury der Ludwig-Erhard-Stiftung e.V.

Die Jury entscheidet mit einfacher Mehrheit über die Verleihung der Preise und teilt ihre Entscheidung dem Vorstand mit. Schriftliche Voten abwesender Mitglieder sollen berücksichtigt werden. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende.

Der Geschäftsführer der Stiftung kann beratend an den Sitzungen teilnehmen.

Die Mitglieder der Jury erhalten Kostenersatz.

§ 3 Aufgaben der Organe und Verfahren

  1. Der Vorstand beruft die Jury nach Anhörung der Mitgliederversammlung oder nach schriftlicher Befragung der Mitgliederversammlung der Stiftung für die Dauer von fünf Jahren. Eine Wiederwahl ist möglich.
  2. Die Jury besteht aus elf Personen. Den Vorsitz führt ein Mitglied der Ludwig-Erhard-Stiftung e.V. Wird eine Mitgliedschaft in der Jury vorzeitig beendet, setzen die übrigen Mitglieder ihre Tätigkeit fort, bis ein neues Mitglied der Jury ernannt worden ist.
  3. Der Vorstand gibt die Preisträger der Öffentlichkeit bekannt und übergibt die Preise in einer besonderen Veranstaltung.

§ 4 Geschäftsführung

Die administrativen Geschäfte der mit der Vergabe des Preises befassten Organe besorgt der Geschäftsführer der Ludwig-Erhard-Stiftung im Benehmen mit den Vorsitzenden der Stiftung und der Jury.

Mitglieder der Jury

Dr. Hans D. Barbier, Bonn (Vorsitzender)
Ralf-Dieter Brunowsky, Köln
Dr. Peter Gillies, Meckenheim
Heike Göbel, Frankfurt/Main
Dr. Rainer Hank, Frankfurt/Main
Prof. Dr. Renate Köcher, Allensbach
Dr. Thomas Löffelholz, Berlin
Dr. Thomas Mayer, Frankfurt/Main
Roland Tichy, Düsseldorf
Dr. Ursula Weidenfeld, Köln

 

Preisträger

1977: Dr. Jürgen Eick, Frankfurt/Main
Prof. Dr. Wolfram Engels, Frankfurt/Main
Dieter Stolze, Hamburg
1978: Rudolf Mühlfenzl, München
Prof. Dr. Wolfgang Stützel, Saarbrücken
Hans-Henning Zencke, Bonn
1979: Fides Krause-Brewer, Bonn
Prof. Dr. Karl Schiller, Jesteburg
Dr. Franz Thoma, München
1980: Dr. Hans Herbert Götz, Berlin
Michael Jungblut, Hamburg
Prof. Dr. Ernst-Joachim Mestmäcker, Hamburg
1981: Karl Darscheid, Koblenz
Prof. Dr. Willy Linder, Zürich
Dr. Helmut Schlesinger, Frankfurt/Main
1982: Dr. Ernst Günter Vetter, Frankfurt/Main
1983: Prof. Dr. Herbert Giersch, Kiel
Peter Gillies, Bonn
Dr. Renate Merklein, Hamburg
1984: Prof. Raymond Barre, Paris
Dr. Thomas Löffelholz, Stuttgart
1985: Walter Kannengießer, Bonn
Prof. Dr. Olaf Sievert, Saarbrücken
Prof. Henry C. Wallich, Washington
1986: Johannes Gross, Köln
Prof. Dr. Artur Woll, Siegen
1987: Prof. Dr. Armin Gutowski, Hamburg
1988: Samuel Brittan, London
Prof. Dr. Walter Hamm, Marburg
1989: Dr. Hans D. Barbier, Frankfurt/Main
1990: Dr. Rudolf Herlt, Hamburg
Prof. Dr. Bernd Rüthers, Konstanz
1991: Karl Otto Pöhl, Frankfurt/Main
1992: Dr. Leszek Balcerowicz, Warschau
Heinz Heck, Bonn
1993: Dr. Václav Klaus, Prag
1994: Prof. Dr. Klaus Adomeit, Berlin
J. Jürgen Jeske, Frankfurt/Main
1995: Prof. Dr. Wernhard Möschel, Tübingen
Dieter Vogel, Meckenheim
1996: Prof. Dr. Juergen B. Donges, Köln
Dr. Gerhard Schwarz, Zürich
1997: Stefan Baron, Düsseldorf
Sir Roger Douglas, Auckland
1998: Karel van Miert, Brüssel
Peter Norman, Bonn
1999: Hans K. Herdt, Frankfurt/Main
Prof. Dr. Horst Siebert, Kiel
2000: Carola Kaps, Washington
Prof. Dr. Paul Kirchhof, Heidelberg
2001: Prof. Dr. Gerhard Fels, Köln
Nikolaus Piper, München
2002: Prof. Dr. Norbert Berthold, Würzburg
Dr. Wolfgang Kaden, Hamburg
2003: Günter Ederer, Weiler
Prof. Dr.-Ing. E.h. Hans-Olaf Henkel, Berlin
2004: Prof. Dr. Thomas Straubhaar, Hamburg
Dr. Wulf D. von Lucius, Stuttgart
2005: Harold James, Princeton
Dirk Maxeiner/Michael Miersch, Stadtbergen/München
2006: Heike Göbel, Frankfurt/Main
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Otmar Issing, Frankfurt/Main
2007: Dr. Otto Graf Lambsdorff, Bonn
Dr. Ursula Weidenfeld, Berlin
2008: Thomas Schmid, Berlin
Roland Tichy, Düsseldorf
2009: Dr. Rainer Hank, Frankfurt/Main
Dr. h.c. Martin Wolf, London
2010: Dr. Karen I. Horn, Berlin
Roger Köppel, Zürich

Förderpreisträger

1991: Dr. Mónica Escher, Asunción
Stefan Schmid, Rosenheim
Dr. Martin Zimper, Wien
1992: Dr. Carsten Herrmann-Pillath, Bergisch Gladbach
Dr. Anton Riedl, Düsseldorf
Michael Sauga, Köln
1993: Carsten Blessing, Lüneburg
Heike Göbel, Bad Vilbel
Dr. Olaf Wilke, Berlin
1994: Ulrich von Lampe, Köln
Antje Sirleschtov, Berlin
Dr. Markus Will, Frankfurt/Main
1995: Nikolaus Blome, Berlin
Friedrich Heinemann, Heidelberg
Dr. Christian Ramthun, Bonn
1996: Dr. Stephan Bierling, München
Tasso Enzweiler, Köln
1997: Michael Braun/Stephanie Heise, Hamburg
Dr. Karen I. Horn, Frankfurt/Main
Angela Mans, Frankfurt/Main
1998: Sieglinde Geisel, New York
Frank Nipkau, Bielefeld
Thomas Spang, Köln
1999: Ulrich Schäfer, Bonn
Dr. Dorothea Siems, Berlin
Patrick Welter, Düsseldorf
2000: Beate Depping, Detmold
Göran Schattauer, Gera
Marcus Vetter, Baden-Baden
2001: Bettina Bonde, Frankfurt/Main
Olaf Gersemann, Washington
Dr. Bertram Wiest, München
2002: Margaret Heckel, Berlin
Silke Wettach, Düsseldorf
2003: Michael Bauchmüller, München
Dietrich Creutzburg, Köln
Marc Brost/Marcus Rohwetter, Hamburg
2004: Gerrit Rudolph, Frankfurt/Main
Henning Sußebach, Hamburg
Lorenz Wagner, Berlin
2005: Johannes Eber, Konstanz
Lisa Nienhaus, Köln
Christian Rickens, Hamburg
2006: Mathias Irle, Düsseldorf
Sonja Kolonko, Köln
Jürgen Webermann, Hamburg
2007: Juliane Fliegenschmidt/Julia Friedrichs/Eva Müller, Köln/Berlin/Köln
Philipp Krohn, Köln
Daniel Schäfer, Frankfurt/Main
2008: Bastian Obermayer, München
Roman Pletter, Hamburg
2009: Sebastian Jost, Berlin
Dr. Philip Plickert, Frankfurt/Main
2010: Antonia Götsch, Hamburg
Jens Tönnesmann, Köln
Frank Wörner, Köln

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